Magdeburg, Literaturhaus

Karl Friedrich (1898-1989), Magdeburg „Brücke am Bahnhof Buckau“, Gemälde 1957, D0349

Kategorie: Gemälde, Fr.

Karl Friedrich (1898-1989), Magdeburg „Brücke am Bahnhof Buckau“, Gemälde 1957, D0349

Karl Ludwig Ferdinand Friedrich (1898-1989), Gemälde, Öl/Lw, signiert unten rechts „Karl Friedrich 1957“, hinten vom Künstler bezeichnet: „Brücke am Bahnhof Buckau 1928“. Vorlage ist eine Lithographie 1928 von K.F. zum Abriss der Brücke 1928 mit Blick aus dem Fenster seines Geburtshauses Coquistraße 18a über die Brücke zur Freien Straße und den Gruson-Werken mit dem „Langen Heinrich“. (vergl. D1104); Rahmen: 86 x 109 cm; Bild: 64 x 88 cm
Nachweis: D0349

Provenienz
•    1957 – Wohl als Auftragswerk ist Eigentümer der Magdeburger Lyriker und Publizist Oskar Schönberg (1892-1971). Friedrich und Schönberg waren persönlich bekannt. (siehe Unterlagen im Literaturhaus Magdeburg).
•    1971 – Eigentümer nach dem Tod von O.S. wird seine Ehefrau, beschäftigt in der Medizinischen Akademie Magdeburg. Sie hat testamentarisch festgelegt, dass eine Kollegin nach ihrem Tod den gesamten Nachlass erbt. Die Kollegin hat das Erbe angetreten und ihrer Tochter die Gegenstände überlassen.
•    2006 – Die Tochter der Kollegin verkauft einen Großteil des Nachlasses an den Händler „Trödelfritze“ Raecke in der Fichtestraße, darunter das Gemälde, eine Korrespondenz Schönberg mit Erich Weinert (im Literaturhaus), eine Vielzahl von Schnitzereien (Masken, Lampen, Leuchter)
•    2006, November – Sammlung Dauer von Händler „Trödelfritze“ Raecke, Magdeburg Fichtesstraße
•    2006, November bis 2011, März – Präsentation im Warteraum der Zahnarztpraxis Dr. Michael Albrecht, Magdeburg
•    2009, Oktober – ausgestellt im Allee – Center Magdeburg zum Thema „Buckauer Porzellanmanufaktur“, Foto mit Oberbürgermeister Dr. Wille Polte als Besucher der Ausstellung.
•    2015, April – Reinigung des Bildes,
•    2017, April bis November – ausgestellt im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zum Thema „Porzellan aus Magdeburg“
•    2017, Mai – veröffentlicht mit Foto in Annett Szameitat, „Ein wiederentdecktes Stück Stadtgeschichte – Feines Porzellan aus Magdeburg Buckau – Ausstellung im Kulturhistorischen Museum“, Magdeburger Sonntag, 13. Mai 2017, Seite 3
•    2017, Dezember – für 10 Jahre Leihgabe an Literaturhaus Magdeburg e.V.
•    2018, 3.August bis 2019, 31.Juli – ausgestellt im Literaturhaus Magdeburg,
•    2018, Juli – abgebildet und kommentiert in „Bild von Gleisüberführung im Mittelpunkt, Zwischen Coquistraße und Freier Straße passierte man die Gleise am alten Buckauer Bahnhof einst über eine Überführung“, Magdeburger Volksstimme, Lokalanzeiger, Seite 19 vom 24.07.2018,
•    2018, August, abgebildet und kommentiert in „Leserin erkennt ihr Wohnhaus wieder, Wo einst die Bäckerei Nebel und ein Kesselflicker arbeiteten“, Magdeburger Volksstimme, Lokalanzeiger, Seite 21 vom 04.08.2018
•    2019, Mai – veröffentlicht in commons wikimedia

Anmerkungen
•    Durch Verbreiterung des Schienennetzes musste 1928 die Brücke über die Gleise abgerissen werden und die Verbindung Coqui- zur Freienstraße wurde durch einen Fußgängertunnel ersetzt, der bis heute  (2017)besteht.
•    Bei der Eisenbahn handelt es sich um die bereits 1835 entworfene Verbindung von Magdeburg über Halle nach Leipzig.
•    Über den Fortgang des Projektes wurde ausführlich in der Presse berichtet. Der konzipierte Bahnhof in Buckau dürfte für die Standortwahl nur wenige 100 m entfernt für die Buckauer Porzellanfabrik entscheidend gewesen zu sein.
•    Resultierend aus den Erfahrungen der Porzellanfabrik von Gottlob Nathusius in Althaldensleben und den schlesischen Porzellanmanufakturen war der Eisenbahnanschluss ein zu erwartender Standortvorteil.
•    Tatsächlich konnte bereits am 29.06.1839 der Verkehr zwischen Magdeburg über Buckau nach Schönebeck freigegeben werden. Wider Erwarten wurde jedoch erst 1881 – 1882 in Buckau ein Haltepunkt eingerichtet.
•    Eisenbahn und Bahnhof Buckau spielen eine zentrale Rolle für die Ansiedlung der Buckauer Porzellanmanufaktur 1838. Das Gemälde ist einzigartiges Dokument für die Verkehrssituation in Buckau.

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